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Rausch Wortsetzung - 87
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Das Meer ist vielleicht Zufall.
Es ist ein anziehender Reflex, weißt du, wir sind zweifellos bestimmt, in die Rolle glückloser Spürhunde zu schlüpfen, Cora.
Bist du sicher, zu denken, Mirko?
Ich versuche es, Cora, aber ich schaffe es nicht. Meinen Gedanken fehlt der Fixpunkt. Sie sind wie ein Karussell, wie eine Manege. Ich sehe dich aus dem Wasser steigen, bin gezeichnet von deiner Erschöpfung, unsicher, bisweilen wirkst du verloren. Ein Ast der großen Weide flimmert im Wind zwischen dem dämlichen Blau des schönen Himmels und dem unbändigen, peitschenden, entflochtenen Verlangen des dich überschüttenden Gewitters. Ich spüre deinen angenehmen Geschmack, meine gestärkte Haut, den Schrei der Hände zwischen rot und weiß, das Klagelied deiner Briefe. Zwischen den Zeilen Besorgnis, eine schlichte Liebe, uns lebendig fühlen. Das ist Alles. Dazu die Tonnen, Pakete, Windungen aus Wollen und Müssen, all dieser widerwillig aufgebürdete Schnickschnack.
Dann halte ich mich an meinem Kaffeesatz fest. Manchmal erinnert mich das Licht an die Kuppel vom Quirinus Münster. Du bringst mein Gleichgewicht durcheinander, Cora. Soll ich tanzen? Und auf wessen Fuß? Ja, ja, wir werden uns sehen. In unserem Inneren, diesem bewegten Inneren oszillieren wir schnell hin und her, umarmen unsere Kommen und Gehen. Mir bleiben nur Augenblicke für deinen Körper. Die übrige Zeit gehört der Kontemplation, dient dem Verständnis, löst polyphones Dilemma. Tausende deiner Innenstimmen bilden das Echo meiner Seele.