In einem Stall
von Michael Bauer

soll das eigentlich angefangen haben. Sagt man. Und heute findet sich nicht der kleinste Hinweis auf den Ursprung des Festes mehr im RNZ Viernheim, nicht das winzigste christliche Symbol. Auch nicht schlecht. Bestimmt nicht. Die Geschäftswelt hat sich emanzipiert, sich distanziert. Das Gabenfest ist für alle da. Muslime, Atheisten, Buddhisten, Juden, alle anderen -isten auch, samt allen AndersundGarnicht Gläubigen.
Auch für die Christen. Es wird dabei weniger peinlich. Kein schlechtes Gewissen und so. Keine Verrenkungen wegen der stets anhaftenden Armutsvermutung und -Anordnung. Dabei war der Erfolg der ehemaligen römischen Staats-Religion doch so einfach: Dieser eine Gott ist zwar weiterhin Gott aber doch einer von Euch, er ist sogar gestorben, wie ihr, geboren, wie ihr. Man kann mit ihm reden und auch wenn das alles nicht so recht klappt mit dem gottes(nein nicht fürchtigem, genau das nicht)Leben, macht nix, bereuen genügt und weiter gehts. Und das wird kräftig gefeiert.
Im Winter und zum Frühling hin. Außerdem gibt es Euren Geist, den wir auch Montags feiern. Aber Miriaden von Theologen in zwei Jahrtausenden haben das alles so kompliziert, dass man das nicht mehr mag. Das Brimborium und dass zum Schluss nur übrig bleibt, wer mit wem NICHT darf in der Kiste und wer bitte überhaupt nicht darf und eigentlich wäre es besser, wenn man zum Kinder zeugen etwas einfacheres erfände. Könnte man jedenfalls meinen. Auf jeden Fall taugt die christliche Weihnachtsbotschaft scheinbar nicht mehr als verkaufsfördernd. Auch gut. Kitsch as Kitsch can dann ohne die seltsamen Schnee-Krippchen und Jesu-Kinder, die keiner mehr versteht. Es gäbe viel zu tun für die Hirten. Nee, keine CDS verkaufen, aber was solls. Uns bleibt das Rocking xmas. Immer noch besser als die stille Nacht, die keine ist, nie war. So wünsche ich allen einen schönen ersten Advent. Was auch immer bei Euch ankommt. Twitteramus!




29.11.09 09:48:46, 