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Am Abend liegt Frank ihr zu Füßen und schaut sie an. Er bewundert sie. Sie ist zum Niederknien schön.
Im letzten Sommer setzte sich eine Taube auf ihre Schulter.
Sie ist nicht kokett, putzt sich nicht heraus; sie ist sich ihrer Schönheit nicht bewusst.
Jahrhunderte lauschte sie sonntags lateinischen Gesängen.
Sie ist verschwiegen, schlicht, romanisch. Die kleine Kapelle am Hang.
Sie stammt aus dem elften Jahrhundert, Frank aus dem zwanzigsten.
Der Altersunterschied verhindert keine Gefühle.