Ich bin jetzt eine Teilzeitkraft
von Michael Bauer
Am Montag geht es also los. Kurzarbeit, erstmal 3 Tage, dann 10 Tage/Monat. (Nicht zum ersten mal im Leben.) Wie zichtausende andere auch. Man hat es kommen sehen, irgendwann musste der Rattenschwanz dieser Krise auch bei mir ankommen. Man hofft, dass es moderat ausgeht. Einige Wettbewerber plagt die Insolvenz. Mein Gott, was tun mir die Leute dort leid, die ganz ähnliche Arbeit tun, in der gleichen Gewerkschaft sind und ja, wir warten darauf. Überkapazitäten nennt man das. Wie bei den Autobauern auch und bei den Milchbauern.
Es ist nicht nur diese Gier-Krise. Die hat nur einiges in der Real-Wirtschaft angeschoben. Wir sind alle zu effizient, produzieren zu viel und jetzt setzt die Abwärtsspirale ein. Das tut weh, es wird so manchem extrem schwindelig, aber eigentlich finde ich es gut. Fallende Industrieproduktion, fallendes Dings, fallendes DAS. Nicht das ewige nochmehr, nochmehr, nochmehr. Und die 25% des Herrn Ackermann sind auch gelogen. Garantiert. Für die Dummen frisiert. Glaubt doch nicht alles! Die Zittern in ihren Beton-Türmen in Frabank. Alle. Wie wir kleinen auch.
Nichts destotrotz bin ich froh, bei DIESER Krise schon an die Rente riechen zu können. Das macht gelassen. Und für Montag mach ich einen Masterplan: Dieses mal kein düsteres herumgehocke, sondern fröhliche Schreibzeit, wenn die Arbeitsagentur schon sponsert!
und wenn ich fertig bin schreibe ich drunter: *powert bei Arbeitsagentur. (#pba) Ha! Hier auch ;-)
*macht das Peacezeichen für den Ackermann.




28.04.09 21:31:52, 