Kloster-Shoppen

von Michael Bauer E-Mail

Die NZZ läßt eine katholische Ordensschwester bloggen. Das ist wie eine Botschaft aus dem Mittelalter. Ich lese das gerne, um mich daran zu erinnern, dass es solches immer noch gibt. Ein Beispiel dafür, was Verlage aber wirklich von Texten halten gibt hier die NZZ ganz vortrefflich: Einfach Werbung zwischen hinein gepackt, ohne Sinn und Verstand, der Text ist nur dafür da, um die Werbung zu umlaufen. Peinlich genug berichtet die Suora auch noch

Nebst dem Anhören der Anliegen verkaufen wir an der Pforte auch Kerzen und klostereigene Produkte wie selber gemachte Confitüre oder unsere Klosterläckerli.

Was dem benidiktinischen Anliegen des "Ora et Labora" durchaus entspricht und nix mit Shoppen zu tun hat, legitim ist, die Schwestern müssen ja auch leben. Aber das zeigt genau, warum all dieser werbefinazierte Mist, ob Blog, ob Print, so er Werbung nicht als Information versteht immer weiter bitter aufstoßen lässt. Finanzgeier, überall, auch in den Verlagshäusern.

Und nein, das Blog der Schwester ist nicht irgendwo versteckt, sondern auf der Titelseite mit Blid verlinkt. Arme Schwester, manchmal Pförtnerin!

1 Kommentar

Kommentar von: schmerles [Besucher] · http://hands.antville.org
die O-frau mit der Gitarre und dem Wort zum Sonntag find ich auch gut
13.12.08 @ 19:00

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