
Nach dem sich Mit-Bier-Bevorzuger Theo auch an die Weinrallye wagt, will auch ich mit zittrigen Fingerlingen mich an dem Thema versuchen, denn so ein leichtes Thema wird es so schnell nicht mehr geben, obwohl ich mich fast fürchte ob solch professioneller Ausarbeitung.
“Mit welchem Schaumwein feiert ihr ins neue Jahr?” fragt schreiberswein und das kann ich eindeutig beantworten, ohne wenn und das obligatorische aber. Denn:
Meine Schwiegertante aus Sasbach/Rhein hat sich (wie jedes Silvester) angemeldet. Ihr verstorbener Gatte war Mitgründer der dortigen Winzergenossenschaft, aber sie selbst stammt aus dem eingemeindeten Nachbarort Jechtingen, deren Winzergenossenschaftsmitbegründer (oder so) ihr Schwager war, also mein nie gekannter Herr Schwiegerpapa. Wie es also in unserem Hause (fast) nur Sasbacher Rotwein gibt (bevorzugt die Rote Halde)und Jechtinger Weißwein, wie schon zur Hochzeit, ächem, hüstel, wird es auch dieses Jahr entweder Sponecco der Winzergenossenschaft Jechtingen/Kaiserstuhl geben, in der weißen Variante oder Tantes Nachbar (er ist bei der Winzergenossenschaft angestellt) überzeugt sie wider vermeintlich besseres Wissen doch zum bereits erworbenen Roten (ich hoffe es ist nicht nur Spätburgunder, obwohl, gell, meine Herrn und Damens, den kann man trinken) eine Flasche edlen Sasbacher Schaumwein dazuzulegen (mit der Hand geschüttelt und nicht gerührt, gell wie die Jungs aus der Champingnosliga Champions Champagne ja in ihren Verfahrensanweisungen so festlegen.)
Um das mal so zu sagen: Ich trinke beide gerne, so gerne ich eben Schaumwein trinke und halte beide für fähig, den welschen Säften von jenseits des Rheins und südlich der Alpen durchaus Paroli zu bieten.


Ich könnte ja jetzt einiges über die Namensgeberin Burg Sponeck erzählen, samt ihrer unwürdigen Vergewaltigung während des ” Weltkrieges, aber das hat ja bei einer Weinrally nix zu suchen.
Aber hätte ich die Wahl und würde extra fürs Fest feines schaumiges Stöffchen suchen würde ich es mit einem Produkt unserer Nachbarschaft versuchen, mit einem Casanova aus Lützelsachsen/Heddesheim (badische Bergstrasse). Oder baer, wenn ich jetzt schon in den erhabenen Kreis der pfälzer Mundartdichter aufgestiegen bin, könnte man ja mal ein Secco aus Bockenheim probieren, direkt vom Bürgermeister, der vergibt ja wohl auch nächstes Jahr den Preis, oops, hätte ich das jetzt nicht sagen dürfen? Janson Rotlack KLINGT doch wenigstens gut. (Ähm im Vertrauen, den Dornfelder, den ich da gewonnen hatte war, nun, nicht so der Hit).
Aber wie gesagt, das habe ich alles nicht zu entscheiden, schließlich bringt ihn die Schwiegertante ja mit und wer wagt da zu widersprechen, so der Trank ja bereits ausgiebig getestet und für gut befunden ist.
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