Es geht euch zwar nichts an,
von Eufemia Pursche
... aber die Welt ist voller Luder.
Ja doch, aber ja. Beispiel?
Tulpen, die ihre Rundungen in ihren schönsten roten Fummel drapieren um die kurzsichtigen Bienen anzulocken die gerade vorbei fliegen, Margeriten, die ihre langen Arme so weit wie möglich in die Sonne strecken damit unsere kurzsichtige Biene sich darauf niederlassen kann, Maiglöckchen, die bis zum Anschlag ihre Duftessenzen verströmen und bei „job-pilot“ oder „stepstones“ Führungspositionen für Bienenglöckner inseriert haben. Immerhin besteht ja die Chance, dass Bienchen, obwohl fehlsichtig, nicht taub ist für Glockengeläut. Die Chancen, sich dabei tief in der Blütekrone den Honig in perlender Lust abzapfen zu lassen, stehen gar nicht so schlecht.
Rosen, Osterglocken, Löwenzahn, Vergissmeinnicht, Lilien, Hortensien, Gladiolen, Iris, Mimosen, alles süße Luder, sag ich euch! Die putzen sich nur aus einem einzigen Grund so heraus: sich ihre Stempel und Fruchtknoten von der erstbesten Biene anzapfen zu lassen. Um offen zu sein, sie gehen sogar noch weiter. Die Damen spucken auch nicht drauf, wenn eine Hummel, ein einfaches Mückchen oder eine Fliege in der Einflugschneise auftaucht. Hauptsache, die verrichten ihr Geschäft, äh, besorgen es ihr als Honigmelker.
Mir tun die armen Bienen Leid. Diese armen Sexsklaven in den Fängen nymphomanischer Sirenen mit ihren fruchtstempelgeschwollenen Blumenhälsen, dazu das Matriarchat der Königin Mutterbiene, die ihr Volk als Saisonarbeiter auf die Felder hetzt, wieder und wieder bis dem kleinsten Blümchen der Honig aus dem Hals hängt...
Das sollte euch den Honig vermiesen, aber wie gesagt: es geht euch ja nichts an...
Femi 




09.04.07 10:02:11, 