Zweiter, bätsch
von Michael Bauer
Ich liebe die zweiten Feiertage. Am ersten Feiertag hat man noch spürbare Hemmungen, die von der langen Abstinenz herrühren. Schließlich liegt der letzte erste Feiertag ein Jahr zurück. Dafür hat man sich am zweiten in die Feiertagsproblematik VOLL eingearbeitet. Lässig zieht man neue Karten aus dem Stapel, würfelt mit der Eleganz der Erprobten den finalen Coup im Monopoly (HA, da gibt es noch MARK, ha), die Weltmeisterschaft im Halma kann kommen und die Rausschmisse beim „Mensch ärgere Dich“ gelingen inzwischen so, wie CheffeGott auch. Es ist spät geworden am Ersten, aber warte nur, der Zweite folgt bald. Nur die Sessel und Couches stöhnen um die Wette (nee der Schalk Gottes kommt nicht hienieden), selbst die Stühle ächzen unter dem Ansturm der erarbeiteten Kilos. Freue Dich, Silvester kommt bald! Boxing Day sagen sie drüben, auf der nebeldurchtosten Insel. Boxing Day, hhmm. Nee, mir gefällt zweiter Feiertag besser.
Ach ja, die Schwestern und Brüder jenseits des Rhins, sowie des Atlantik arbeiten heute? Ein leichtes Winken fächelt Luft knapp über den befüssten Sofas. ![]()
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heuer




26.12.06 00:20:54, 