Breitwalser
von Michael Bauer
Walser hat wohl einen neuen Roman veröffentlicht. Jo. Man bespricht ihn. Jo. Ich habe noch nie einen Roman von Walser zu Ende gelesen. Sowenig wie die Buddenbrocks, die Manns sind erst in der zweiten Generation erträglich, spannend, unterhaltsam. Von Grass nur die Blechtrommel. Irgendwie ist das alles LANGWEILIG. Im Gegensatz zu Kafka oder Böll, gar Brecht, ahhh Hesse. Ich habe alles, na ja, fast alles von Böll gelesen. Aber Walser? Nee. Walser und Th. Mann oder Grass sind für MICH keine Dichter. Sie sind breitwalzer. Sie können nix auf den Punkt bringen, verdichten, sie erzählen nix, wenn es schon Breite sein muss. Ich liebe verdichtete Stories bis zu 10 oder 20 Seiten und ich liebe Romane, die erzählen wollen bis zu 800 Seiten, ich liebe Gedichte aber all die Epenschreiber, die nicht zu Potte kommen und nur die Rezension im Auge haben? Na ja, die liebt dann halt das Feuilleton. Warum auch immer. Zu was gibt es Verlage und Redaktionen, gell?




30.07.06 03:45:55, 