Daher gelaufene Blogger

von Michael Bauer E-Mail

Die FAZ:

„Worin besteht der Betrug? In der Tatsache, daß ein paar dahergelaufene Blogger einen wichtigen Literaturpreis gewinnen? Daß Passigs Text nicht aus ihrem Herzen käme, sondern aus ihrem Hirn? Und wie soll das überhaupt funktionieren: Literatur zu fälschen?“

Die Zeit:

„Der Text hat keine Relevanz, er ist eine intellektuelle Spielerei und kam nur deswegen an, weil er witzig ist. Wobei man nicht vergessen darf: Das Publikum hier in Klagenfurt besteht aus Klagenfurter Rentnern, Gymnasiasten und Groupies. Ich würde sie eher literaturfern nennen.“

Ich könnte mich kringeln. Ich finde das ganze Ding Spitze. Diesem seltsamen Gehäufe, das sich Literaturbetrieb nennt und sich natürlich für den Nabel der Welt hält, hat man einen Narrenspiegel vorgehalten, einen schönen, drolligen. Und die Glöckchen schallen laut im Blätterwald. Da wird endlich einmal was demaskiert, was schon immer weit außerhalb der gewöhnlichen Welt vor sich hinfabulierte: Das was man Literaturkritik, -betrieb oder sonst wie nennt. Diese Überhöhung in eine nicht vorhandene Genialität. Und all das. Kringeln könnte ich mich. Dahergelaufene Blogger. Genau so! Kommt einfach an und schreibt einen Text und all die Lit-Onkels und Tanten kommen sich übertölpelt vor oder so was. Und all das Volk, das andächtig jedes Jahr dorthin starrt :>:>>:>>:>>

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