Kategorie: Page99

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von Eufemia Pursche E-Mail

Auf jeden Fall hat sie nichts dazu gesagt. Und die Geschichte weist weitere Ungereimtheiten auf. Susanne Milker, siebenundvierzig Jahre, geschieden, Disponentin in der Zeitarbeit, beginnt ein virtuelles Zweitleben. Zunächst wollte sie sich nur bei ihrem… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Mit der Abfindung aus der betriebsbedingten Kündigung beschloss Frank, sich eine Auszeit zu gönnen. Er verließ die Wohnung in der Bendstraße und informierte Rita per Mail. Sie sahen sich nur noch selten. Frank mailte, dass er für einige Tage oder Wochen… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Page99 – 85 Anna hatte an jenem Tag einen Haufen Dinge zu erledigen bevor sie ihrem Leben ein Ende setzte. Sie war entschlossen, zu sterben wie sie gelebt hatte. Effektiv und effizient. Wer Anna dahin getrieben hatte, den Revolver präzise zwischen die… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Die Einsamkeit wuchert überall. Im Halbdunkel des Pförtnerhäuschens, im Herzen eines sich unverstanden fühlenden Fünfzehnjährigen ebenso wie in dem des Ministers nach seiner Abdankung. Mia besucht regelmäßig das Grab ihres Mannes, der mit seinem früh… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Tom war nur aus Zufall in das Bistrot geraten um dem Wolkenbruch zu entgehen. Sonja hatte ihn umarmt, ohne darüber nachzudenken. Ein Fehler? Immerhin kannte sie ihn erst einige Minuten. „Sollen wir etwas trinken?“, so platt hatte er sie angesprochen und… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

werde dir nicht die Litanei meiner guten Vorsätze verkünden. Schon Mitte Januar wissen wir, dass wir sie nicht einhalten werden. Hast du trotzdem drei Minuten für mich? Kein alltägliches Trallala, dafür treffen wir uns auf twitter oder facebook, sondern… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Page99 - 81 „Und das da, Max?“ Sonja begleitet mich. Ich brauchte gerade mal drei Minuten, um Ohrringe für Tante Jutta auszusuchen, stöbere nun aber schon über eine Stunde nach einem Geschenk für Caro. Ich habe alle gängigen Banalitäten wie Parfum o… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

zückt er einen Stift und einen Zettel aus seiner Hosentasche und kritzelt schnell eine Bemerkung darauf. Frau Bergmann holt Tassen und Zucker, der junge Besucher steckt seine Notiz wieder in die Tasche und nimmt ihr lächelnd das Geschirr ab. Frau Bergman… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Fährst du Ski? Auf keinen Fall! Ich und Skifahren! Als Flachlandtiroler war ich erst zur Abi-Fahrt im ersten Skikurs meines Lebens. Dabei gab ich mir alle Mühe, ok – die meiner Freunde und des schier verzweifelnden Skilehrers war zweifellos größer.… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Am Abend würde ich gerne in einer Sprache schreiben, in der die Worte aufeinander treffen wie ein Blitz aus heiterem Himmel, wie die Liebe auf den ersten Blick, so dass sie ihre Bedeutung verlören. Ich würde gerne die Elemente in einer klaren Ordnung wid… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Am Abend liegt Frank ihr zu Füßen und schaut sie an. Er bewundert sie. Sie ist zum Niederknien schön. Im letzten Sommer setzte sich eine Taube auf ihre Schulter. Sie ist nicht kokett, putzt sich nicht heraus; sie ist sich ihrer Schönheit nicht bewusst.… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Niemals? Niemals. Und Sie werden wirklich gehen? Ja. Darauf schmiss er ihre Portraits, die er aus den Zeitschriften herausgeschnitten hatte, auf den Tisch. Zunächst beugte sie sich über diese Bilder, dann setzte sie sich steif auf und hörte seinen… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Page99 - 75 Wenn ich das Abrakadabra dieser Story für den Leser zusammenfassen sollte, müsste ich mit dem Ende beginnen. Dem Helden der Farce, die ihrerseits Heldin des Geschehens bleibt. Das darauf fußt, von einem überdimensionierten Projekt zu träum… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Page99 - 74 klare Augen wie Regentropfen. Ihre Haare hatte sie zusammengefasst, doch einige rebellische Locken umrahmten ihr Gesicht. Die Ärmel ihrer grob gestrickten Jacke hatte sie bis über die Ellbogen nach oben geschoben. Sie löffelte ruhig ihr Ei… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Page99 - 73 Die schönste Frau der Welt betrat die Metzgerei. „Ich heiße Marilyn.“, erklärte sie dem verblüfften Metzgermeister. „Ich auch.“, stotterte dieser überwältigt vom Anblick der Kundin. Die schönste Frau der Welt lächelte ihn an. Der Metzg… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Page99 – 72 Gedanken machte, dass mich nun jeder hinter dem Tresen sehen konnte, betrat Manu das Bistro. Ihr Erscheinen reichte, um mir einen Schlag in die Magengrube zu versetzen. „Man erzählte mir, dass du in diesem Schuppen arbeitest. Das musste… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Page99 – 71 Ich drücke den Globus fest an mich. Dann stelle ich ihn sanft zurück auf seinen Platz. Ich fixiere ihn, schließe die Augen. Lasse ihn mit einem Schwung der rechten Hand um die eigene Achse drehen. Stoppe ihn abrupt mit dem Zeigefinger. W… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Page99 – 70 Die turbulente Nacht verbrachte ich auf der Reise mit den Protagonisten meines zukünftigen Buches. Fiktive Gestalten, die von Tag zu Tag realer und lebendiger zu werden. Sie warfen mir ihre Vorstellungen von Wahrheit um die Ohren. Ich hätte… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Page99 – 69 Sabine Eckesmann redet zu viel über den Erlöser. Es ist eine Schande, denn sie war zuvor bei allen Patienten die Lieblingszahnarzthelferin, eine wahre Augenweide! Aber seit sie aus dem verlängerten Urlaub zurück ist, füllt sich der Meckerk… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Page99 – 68 Die Nervosität ließ mich wie eine Idiotin wirken, deshalb gab ich mich einsilbig. Da mich Schweigen aber noch mehr nervt, füllte ich die Stille mit Allgemeinplätzen wie: „Es ist unglaublich! Kein Mensch hält sich an die Ampeln!“ Oder noc… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Page99 – 67 regnet. Ich renne. Nur nicht zu spät kommen am ersten Tag! Der Bus fährt mir vor der Nase davon und bedeckt mich zum Abschied mit einer großzügigen Ladung Spritzer. Meine für die Gelegenheit frisch gewaschene und gebügelte ehemals helle… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Page99 – 66 Ich schrieb auf Pergamentpapier. Mit Kuli auf Bustickets. Mit Filzstift auf Verkehrsschilder. Mit den Fingern in den Sand der Strände. Ich schrieb mit allem, was eine Spur hinterlassen kann. Wenn ich Waffen geliebt hätte, hätte ich es mir… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Page99 – 65 mir Sie ganz anders vorgestellt.“, konstatierte Fulright. „Und wie?“ Teresa Clonstead räkelte sich im Sessel des Alten. Perlgraue Cordhose, modische Stiefel, heller Schal und brauner Ledermantel. Sehr dunkle, dicke, gesunde Haare im Page… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Page99 – 64 Soziologische Studien in der Menge betreibend schlendert er gemütlich weiter auf der Suche nach einer offenen Buchhandlung. Die andere machte ihm einen Strich durch die Rechnung indem sie die Kultur des Volkes mit einem schweren Metallgitt… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

zunächst trug deine Hand sie noch. Sie waren voll von dir, tausende deiner Bücher in denen ich deine handschriftlichen Bemerkungen fand, aneinanderklebende Blätter in denen deine Tinte floss, über die dein Stift schnell und neugierig eilte. Mit den Zeil… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Page99 – 62 schnappte einige neue Wörter auf, doch die Gesamtlage schien hoffnungslos. Nachdem Günter den Laden verlassen hatte, kamen Kunden, die ich versuchte, mit rudimentären Nomen zu beeindrucken. „Zeitung!“ „Ja“, stimmten sie wohlwollend zu, „d… mehr »

Page99 – 61

von Eufemia Pursche E-Mail

nichts über den Missbrauch von Sozialleistungen. Er weiß nichts über humanitäre Hilfe. Er weiß nichts über Akupunktur. Er weiß nichts über Spendenaffären. Er weiß nichts über biologischen Anbau. Er weiß nichts über Alchemie. Er weiß nichts über Alexander… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Page99 - 60 Der Handyakku ist noch fast voll, trotzdem zieht Sandy es vor, von der Hotelhalle aus zu telefonieren. „Lassen Sie mich raten. Sie rufen nach Hilfe?“ Sandy dreht sich um und starrt perplex auf die breitschultrige Gestalt hinter ihr.… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Page99-59 überlegt, wo er sich hinsetzen soll. An das andere Ende der Bank um ihr nicht zu nahe zu treten? Soll ich, soll ich nicht, soll ich, soll ich...? Uli seufzt vernehmlich, so dass die junge Frau ihren Kopf hebt und ihre Blicke sich kreuzen. S… mehr »

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von Eufemia Pursche E-Mail

Page 99-58 hatte keine einzige Kindheitserinnerung, nicht einmal ein Bild oder Situationen oder ein vages Etwas das ihn an eine Vergangenheit heran geführt hätte, eine eigene Geschichte. Doch nein, eine Art Amnesie, als ob er eines Tages aus einem sch… mehr »

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