Urbane Fluchten
von Eufemia Pursche
Menschliche Schatten, Gesprächsfetzen, unvermittelte und flüchtige Treffen.
Ich mag die Stadt wegen ihrer konkreten Vergänglichkeit.
Solide, auf Sand gebauter Grund als Herzschlag des Bodens.
Nur ein Zittern, ein Gefühl, kaum stärker als andere, dann schwindet alles.
Die schöne Illusion städtischer Sicherheit verankert in einem Hauch von Nichts.
Die Kraft der Natur, die Wurzeln der Bäume im Wald besiegen sie leicht.
Deine Liebe wandelt in den Straßen der Stadt. Ganz gleich wohin sie sich wendet, kontinuierlich teilt sie sich mit der Zeit.
Es ist nicht länger deine Liebe, jeder kann mit ihr sprechen.
Sie erinnert sich nicht einmal mehr, wer sie liebte.




07.01.07 13:53:54, 