Sinn des Lebens

von Eufemia Pursche E-Mail

Wenn ihr mal so richtig herzhaft lachen wollt, geht in eure Lieblingsbuchhandlung, pirscht euch in die Philosophieecke vor und überrascht den Bibliothekar mit der Frage nach einem Buch über den Sinn des Lebens. Meinen beeindruckte das in keinster Weise. Ohne mit der Wimper zu zucken schlenderte er die Alleen der Bücherregale rauf und runter, ließ vor seinem geistigen Auge endlose Autoren-, Werk-, Lithitparadenlisten defilieren. Dann schlussfolgerte er, dass er nichts Präzises zum Thema in seinem Bestand habe, sich aber letzlich alle Veröffentlichungen mit dem Thema auseinander setzten. Es läge also an mir, von welcher Ecke aus ich mich dem Thema nähern wolle.
Jahr um Jahr grub ich große Systeme, tiefgründige Gedanken mit Hacke und Schaufel meiner geistigen Synapsen zwischen den Pflastersteinen meiner Lebensstraßen aus. Aber keines behandelte das besagte Thema ohne zuvor einige Hypothesen über den Lauf der Welt oder ein kollektives Bewusstsein hinein zu injizieren. Als ob die Frage, was ich gleich nach Schreiben dieses Textes machte sich selbst nicht mehr genügte.
Nun, ich werde die Wahlmöglichkeiten meines Lebens nicht auf einige Mutmaßungen gründen!
Mein Leben sinne ich nicht zwischenzeilend. Nicht darin, nicht darauf und nicht darunter.

2 Kommentare

Kommentar von: Laura [Besucher] · http://myblog.de/laura-linn
Hallo,

die Geschicht ist wirklich zu komisch.
Im Grunde sind wir doch alle auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.
Nur werden wir bis zum Ende suchen, könnte das sein?

Liebe Grüße
Laura
05.03.06 @ 16:49
Kommentar von: Dietmar [Besucher]
Wäre uns der wirkliche Sinn des Lebens in seiner komplexen Vollkommenheit und seiner x-dimensionalen Tiefe total bewusst, wäre es zwangsläufig sinnlos, hinfällig, ja, sogar unmöglich, da die verblüffend einfache Lösung dieser Frage, quasi der Hyperhintersinn, "Nichtwissen" (höchst vermutlich) lautet,
ist dieses doch die primäre Voraussetzung dafür, dass Erfahrung und somit Erkennen seiner selbst, sprich eine individuelle wie auch kollektive geistige Evolution überhaupt stattfinden kann, was im Absoluten logischerweise völlig unmöglich wäre.

Nicht umsonst vergessen wir alle freiwillig, wer wir in Wirklichkeit sind, damit wir dies im Sinne eines spannenden Puzzle-Spiels immer wieder auf's Neue herauszufinden können und begeben uns daher in alle Ewigkeit (die keine ist, da Zeit, so, wie wir sie wahrnehmen, im Absoluten nicht existiert)immer wieder gerne in die Illusionen der polaren Relativität (physikalischer Kosmos), in der wir uns trotz allem, was dagegen sprechen könnte, so sauwohl und heimisch fühlen, dass das Spiel "LEBEN" niemals zuende gehen wird.

Die Tatsache, dass wir selber die Regeln dieser ewig gültigen Naturgesetze geschaffen haben, ist nur eine ebenso verblüffende wie wahre Schlusspointe.

Zwar gewagt gesagt, aber mit voller Überzeugung geschrieben.

Liebe Grüße
Dietmar
19.06.06 @ 13:33

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