Wort auf Wort
von Eufemia Pursche
Manchmal langweilt mich die Nacht. Dann ziehe ich mich in den frühen Morgen zurück, diese Zeit aus Schatten und fließendem Sand. Mein Kopf frischer als der noch trockene Rosenstock, meine Gedanken einfach und klar. Das sind kummerlose Morgen. Alles ist ruhig und an seinem Platz, die offene Tür knarrt nicht, der nervende Wind hat sich versteckt. Eine Illusion aus Schlaflosigkeit legt sich über die Dunkelheit. Die Müdigkeit zerreißt mit spitzen Stacheln meine poetischen Faseleien. An solchen Morgen vergesse ich zu frühstücken. Doch die Flucht des Geistes weckt abschnittweise diese weißen Seiten in Reichweite der Worte. Linguistisches Irren reduziert auf den Zustand der Inspiration? Nichts ist wahrer als die Wand der Tage die diesen atemlosen Morgen folgen....




22.01.05 16:50:35, 