Fragmente
von Eufemia Pursche
Fragmentliteratur. Weiterentwicklung aus dem früheren Steckenpferd der lyrischen Prosa, adaptiert durch den Veröffentlichungsmodus literarischer Blogschreiber.
Sie laden auf eine ferne Reise ein, ermöglichen die Erforschung unbekannter Gebiete, neuer virtueller Landschaften ohne selber ein physischer Ort zu sein. Die Autoren als topografische Gottheiten, Kapitäne auf einem geografisch nicht erfassten Ozean. Dort tragen Wellen Namen wie Aquahügel. Lyrische Notizen.
Hinter dem Projekt versteckt sich Menschliches, entwischt den Blicken, verkleidet sich nach Lust und Laune. Momente, die ewige Spuren im Web hinterlassen. Ein Phänomen, das so gar nichts Phänomenales an sich hat. Nur der sich erneuernde Ausdruck an Kommunikationslust, an der Möglichkeit, Text und Kontext zu bebildern, zu schaffen. Wir ziehen uns hinter einem Parvent aus und strippen mit sanften Worten mögliche Zukunft vor die Augen unserer Leser. Wir erwecken den Eindruck, zu sehen ohne gesehen zu werden. Dabei offenbaren wir uns den Verborgenen.
Die online Welt ist eine Maske. Die Maskenträger spielen Pantomine. Sie leben im Inneren eines Kaleidoskops ihrer eigenen zerstückelten und kolorierten Irrealität.




21.11.04 13:56:21, 